Habe heute bei einem Experiment der Ökonomen teilgenommen, um ein wenig Geld nebenbei zu verdienen. Was das ganze schon mal spannend gemacht hat war die Tatsache, dass dein Lohn davon abhing, wie gut du dich bei diesem Wirtschaftsspiel schlägst. Das Spiel war dann eigentlich ein recht simples Aktienspiel, in dem jeder Teilnehmer ein paar Aktien und etwas Geld in einer fiktiven Währung (wunderbarerweise der gute alte ECU) erhielt. Die Aktien konnten dann auf dem freien Markt in 21 Runden gehandelt werden, wobei es am Ende jeder Runde eine Dividendenausschüttung gab. Die Dividende konnte entweder +30, 0 oder -30 pro Aktie sein und das bei gleichen Wahrscheinlichkeiten. Wie ihr sicherlich bemerkt habt ist dieses Spiel theoretisch ziemlich sinnlos, da auf Grund der gleichen Wahrscheinlichkeiten ein Gewinn von 0 erwartet werden muss. Da aber praktisch die Teilnehmer nicht so mathematisch versiert waren, wie die werte Leserschaft, konnte man zumindest in den ersten Runden einen betrachtlichen Gewinn abschöpfen. Das habe ich dann auch in bester Donald-Trump-Manier getan. Naja, nach ein paar Runden hatten die Leute das Spiel dann raus, was die mögliche Gewinnspanne dann doch deutlich gedrückt hat. Aber was solls, Gewinn gesichert und am Ende mit 10241 ECU dann auch 50% über dem zu erwarteten Geld gewesen (270 Kr. statt 180). Da ich aber ein neugieriger Mensch bin habe ich es mir nicht verkneifen können einen kurzen Blick auf den Bildschirm meiner Südamerikanischen Nachbarin zu werfen: 56 ECU. Und in diesem Moment habe ich realisiert, dass Kapitalismus nichts für mich ist.

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2007-12-06

Ein Kommentar zu: Auf der Suche nach einer Alternative zum Kapitalismus

  1. nicotek sagt:

    nord-süd-gefälle im reagenzglas…sehr schön!


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