Da sich hier einige Bayern rumschlagen bin ich in den Genuß gekommen bayrische Kartenspiele lernen zu dürfen. Es wurde allerdings nicht wie angekündigt Schafkopf gespielt (keine Angst Robin, die Regeln find ich auch noch raus), sondern Böhmisch Watten, eine Variante des normalen Watten. Eigentlich ist dies ein ganz einfaches Kartenspiel, nur halt mit nem bayrischen Blatt, also nicht die bekannten Farben, sondern “Schellen”, “Eichel”, “Herzen” und “Gras”. Es geht darum möglichst viele Stiche zu bekommen. Eine aufgedeckte Karte zeigt die Trumpffarbe an, besonders zu beachten sind hierbei aber die drei “Kriitischn”: der “Maxi”, der “Belli” und der “Spitz” (in der Südtiroler Variante auch noch der “Welli”). Hat man alle drei “Kriitischn“ auf der Hand, so hat man die “Maschiin”. Ansonsten gibts natürlich noch die “Oberen” und die “Unteren” und die Asse heißen “Säue”, wobei mir besonders die “Hundsgefickte” gefällt.
Wer sich jetzt denkt: “Kruzifix nochmal, Bier brauen können die Bayern ja, aber ansonsten sind sie ja vollkommen bescheuert!”, dem kann ich nicht wirklich widersprechen. Bevor ihr aber vorschnell sprecht wartet noch den (hoffentlich bald folgenden) Schafkopf Artikel ab, denn es kommen noch der “Alte”, die “Alte”, die “Blaue”, der “Bucklige” und die “Waldschnepfe” auf euch zu…
der Hundsgefickte



Oh, meinen liebsten Schafkopf Begriff hab ich aber grad im wikipedia Artikel gefunden: der “Brunzkartler”. Definition: “Ersatzspieler, der einspringt, wenn ein Spieler auf die Toilette muss”.
3 Minuten pro Spiel und hauptsache keine Zeit verschwenden.
mr. katheter beantragt einen persönlichen Brunzkanzler für die nächste Schafkopf-Runde.