Nach längerer Abstinenz gibt es nun auch mal wieder etwas aus unserem Nachbarstaate im Norden zu hören.

Und es gibt auch gleich eine erfreuliche Nachricht zu verkünden: Der Frühling ist endlich da. Aber fangen wir von vorne an:

Als deutsche im Ausland muss man natürlich alte Traditionen pflegen und so haben wir, neben dem tragen von weißen Tennissocken in Sandalen, einen Stammtisch eingerichtet. Diensttags treffen sich mehr oder weniger regelmäßig eine Gruppe Deutscher in der Eckkneipe. Da wir jedoch nicht immer in einer versifften Kneipe sitzen und Bier trinken wollten haben wir uns dazu entschieden auch mal einen Stammtischausflug zu machen um auch mal draußen sitzen und Bier trinken zu können. Als Klassiker unter den Freizeitbeschäftigungen kam natürlich sehr bald Minigolf ins Gespräch.

Als dann eine Freundin und ich die Planung des Ausflugs in die Hand nahmen und im Internet nach Minigolfbahnen recherchierten kamen wir mehr oder weniger durch Zufall auf die Seite camping.dk, eine Übersichtsseite der Campingplätze in Dänemark. Obwohl an diesem tristen Apriltag ein leichter Nieselregen über Kopenhagen lag und die Grundtemperaturen nur mit Mühe Plusgrade erreichten waren wir von der Idee des Campens sofort begeistert (“Dann ist bestimmt gutes Wetter”). Durch ein dezidiertes Auswahlverfahren (“Hornbaek! Das klingt doch gut.”) fanden wir auch sehr bald einen Campingplatz mit Minigolfbahn. Und so war der Betriebsausflug des Stammtisches geboren.

Und so kam es, dass sich sieben Erasmus-Studenten am letzten Dienstag frühmorgens mit gepackten Rädern trafen um das ca. 60 km entfernt gelegen Ziel zu erreichen. Und was soll ich sagen: Petrus ist wahrscheinlich selbst großer Stammtisch Fan. Strahlender Sonnenschein, ca. 15 Grad und nur wenig Wind begleiteten uns auf unserer Reise die dänische Küste hinauf. Das Dänemark als Fahrradland wunderbar ausgebaute (und nicht direkt neben der Straße langführende) Radwege hat versteht sich von selbst. So zuckelten wir mit vielen Pausen (beispielsweise an diesem schönen Strand)

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und bei perfektem Fahrradwetter unserem Ziel entgegen.

Dort angekommen machten sich ob des guten Wetters und der Meeresluft schon erste Vergleiche mit Sommerurlauben (“Südfrankreich”) breit und man muss wirklich sagen, dass dahin nicht soviel fehlte. Also bauten wir die Zelte auf, gingen einkaufen, spielten die obligatorische Runde Minigolf (die ich als ehrenvoller fünfter beendete) und gingen dann an den Strand. Und wieder fanden wir einen wunderschönen Strand vor, an dem außer uns wirklich niemand war. Und so verbrachten wir den Rest des Abends mit grillen,

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dem Genuss von Bier und Rotwein und einem anständigen Lagerfeuer am Strand zu späterer Stunde (nachts waren die Temperaturen leider keineswegs denen tagsüber angepasst).

Am nächsten morgen wurden dann Reste gegrillt und ein Eis gegessen und dann ging es unter zuhilfenahme der dänischen Bahn und kurzem Stop am hamletschen Schloss in Helsingör wieder zurück nach Kopenhagen. Alles in allem ein wunderbarer Ausflug, der Lust auf mehr gemacht hat. Und spontane Campingtouren kann ich nur wärmstens empfehlen.

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3 Kommentare zu: Betriebsausflug des Kopenhagen-Erasmus-Stammtisches

  1. Tom Hengst sagt:

    Sehr schön.

  2. Meulomat sagt:

    ach, wie idyllisch…

  3. pussinboots sagt:

    stark woody, stark!

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