Während der Berlin Fashion Week startet heute auch die diesjährige Ars Electronica unter dem Namen „Wovon Maschinen träumen“.
Die AE gilt als die weltweit renommierteste Plattform für Medienkunst und gastiert bereits zum zweiten Mal im Volkswagen Automobilforum Unter den Linden. Als eine Art internationales Medienkunstlabor unterstützt die AE Künstler aus aller Welt, dessen Werke sich irgendwo zwischen freier Kunst, Technik, Wissenschaft und kulturellgesellschaftlicher Entwicklung einordnen lassen.
Zentrales Thema der Ausstellung ist die Frage nach den Gefühlen und Träumen von Maschinen. – Wie könnte deren Traumwelt aussehen? Was hätten Sie für Wünsche und welche Geltung hätten emotionale Werte wie Freiheit oder Liebe?
“Dabei wird dem Betrachter der Spiegel vorgehalten und letztlich zentrale Fragen der menschlichen Existenz gestellt. Lässt sich der Betrachter auf diese Vorstellung ein, entstehen Bilder und Geschichten, die von menschlichen Phantasien, Träumen und Ängsten rund um Fortschritt und technologischer Entwicklung erzählen und letztlich an die immer wiederkehrende Frage führen, was den Mensch eigentlich ausmacht.”(Quelle: AE)
„Ars Electronica – Wovon Maschinen träumen“
7. Juli – 28. August 2011
Automobil Forum Unter den Linden
Unter den Linden 21, 10117 Berlin
Öffnungszeiten: Montag bis Sonntag von 10.00 – 20.00 Uhr
Der Eintritt ist frei.
Spätestens seit “Disko Partizani“ weiß so ziemlich jeder was sich hinter Balkan Beats verbirgt. Die Mezcla aus osteuropäischen Klängen und elektronischen Beats ist längst im Mainstream angekommen und in der Partyszene allgegenwärtig.
Demgegenüber sind Aidan Love und sein Forty Thieves Orkestar allerdings keine Mitläufer auf der Suche nach dem schnellen Geld. Die Band hat sich bereits in den Neunzigern zunächst als reines Studioprojekt gegründet und in England schnell mit ihrem Sound überzeugen können. Für den osteuropäischen Einfluss sorgen seit Anbeginn die Bandmitglieder aus Istanbul.
Ihr neues Album “Last Band Standing” oszilliert gekonnt zwischen Balkan-Gypsy-Music und rumpelnden Electrosounds. Blech, Klarinetten, Violinen und Akkordeon verbinden sich mit Samples und drückenden Beats und erzeugen einen ansteckenden und durchaus tanzbaren Rhythmusmix aus Balkan Folklore, Klezmer und eben Elektro.
Dabei zeigt die Band mehr als ein rein Festival taugliches Programm, sondern bietet mit Downbeat-90er-Stücken à la Kruder & Dorfmeister hingegen auch ruhige Stücke.
Eine Ode an den derbsten aller MCs. Den lautesten, authentischsten und eingleisigsten. Der direkteste Sound, der in den neunzigern auf unsere Ohren gestoßen ist. Er hat uns den Techno-Sound beigebracht und ist sich immer treu geblieben:
H.P. BAXXTER
aka Hans Peter Geerdes feierte mit seiner legendären Scooter-Crew, auch dabei Henrik Stedler aka Rick J. Jordan (BIG UP für den Porno-Character-Namen!), 25-jähriges Bestehen. 20000 Menschen waren in Hamburg beim “Stadium Techno Inferno” dabei, als die beiden ihren straighten Hauruff-Shout-it-out-Sound zelebrierten. Die SZ nennt ihn den Techno-MC ohne Aussage oder auch Lady Gaga ohne Meta-Ebene. Sogar Jan Delay konnte anscheinend nicht NEIN sagen, als ihn H.P. zum grölen bat.
Ganz im Sinne der erfolgreichsten und nicht klein zu kriegenden deutschen Techno-Crew zitiere ich Mike Lehmann und sage: WEITA WEITA!!!
Interessanter und amüsanter Kurzfilm zu den im nächsten Jahr anstehenden Olympischen Spielen in London. Inspiriert von Jaques Tatis’ Playtime (im übrigen auch sehr zu empfehlen) thematisiert Hilary Powell die stadträumlichen Veränderungen in London und nimmt dazu den Heroen-Kult aufs Korn.
Hilary Powell hat sich zuvor viel mit vernachlässigten Brachen, alten Fabriken und allgemein verwahrlosten Orten in der Stadt auseinandergesetzt, unter anderem die alten AEG-Werken in Oberschöneweide. In Anlehnung an die Situationisten gibt sie diesen Orten in einmaligen Performances neue Bedeutung. Sich die Stadt aneignen und (ursprünglich anders) geplante Orte in hedonistischer Manier persönlich umdeuten – das erinnert doch schon sehr an Berlins Festival- und Zwischennutzungkultur.
Mehr zu Hilary Powell hier sowie zu der Filmproduktion optimistic production hier.
Für Kulturinteressierte: Vom 17. bis 19. Juni 2011 bietet Neukölln wieder Design, Kunst und Kultur in höchster Konzentration. Zum 13. Kunst- und Kulturfestival 48 Stunden Neukölln gibt es diverse Ausstellungen, Konzerte, Filmvorführungen, Theater, Tanz, Performance und und und…
Das Programm zu den 48 Stunden Neukölln gibt es hier
Im Rahmen der 48 Stunden Neukölln findet am Sonntag, den 19. Juni am Karl-Marx Platz von 10 bis 19.00 Uhr die Re- und Upcycling-Projekt “Das Fest der Dinge” zum Mitmachen und Mitbringen statt. Das ganze ist eine Schenk- und Tauschbörse, ein Fest der Dinge eben. Im Fokus steht das ‘Ding’. Denn des einen Last und Lästigkeit ist des anderen Freud und Luxus! Des einen Geschichte ist des anderen Zukunftsmaterial. Das Fest der Dinge handelt dementsprechend von Sinn und Zweck, Geschichte und Identität der Dinge und ist eine offene Werkstatt für Bastler, Sammler und alle die Lust haben mitzumachen!
Bringt also eure unnütz gewordene Dinge mit – Ob Kaffeekanne, Blumentöpfe oder Fahrradspeichen. Als Spende oder Tauschobjekt erhält jedes abgegebene Ding an der Dingstation ein Etikett, auf dem seine persönliche Gebrauchsgeschichte notiert wird. Das vermeintlich Unnütze erhält so einen neuen Wert und eine konkrete Identität, die der neue Besitzer dann mit nach Hause nimmt…
Riesensause, Frühlingsparty deluxe, Alle Farben wunderbar – Scheiß auf Berliner Open Airs!
DasHoli Festival Of Colorsscheint die der Partyknaller des Jahres zu sein! Wer hätte gedacht, dass 40.000 Mormonen eine derart ekstatische Sause in indischer Tradition zelebrieren können?! Das Rezept scheint klar: zig Tonnen Farb-Pulver, Sonne und gute Musik ergeben zusammen genommen wohl die richtige Mischung! Beim Festival Of Colors geht es um den Triumph des Guten über das Böse, um den Sieg des Frühlings über den Winter. Das Fest findest jährlich auf dem Gelände des Hare Krishna Tempelsin Spanish Fork (Utah) statt!
“Holi (Hindi, f., होली) ist ein indisches Frühlingsfest am Vollmondtag des Monats Phalguna (Februar/März). Dieses „Fest der Farben“ dauert mindestens zwei, in einigen Gegenden Indiens auch bis zu zehn Tagen. Holi ist hauptsächlich ein im Norden Indiens gefeiertes Fest, das in anderen Landesteilen unter verschiedenen Namen bekannt ist.
Quelle: wikipedia
Das Video wurde passenderweise von dem Berliner DJ ‘Alle Farben‘ untermalt.
Foto und Video via Flausenkopf
Liebe Proleten, Legenden und sonstige Kulturaffine, -kritiker und -banausen,
nächstes Wochenende laden wir zum Filmfestival, Ausstellung und Vortragsreihe in die Bötzowbrauerei in den Prenzlauer Berg. Erscheint zahlreich, es lohnt sich! Besonders interessant ist es an den beiden Abenden mit einem breiten Musik- und Performance-Programm. Aber auch am Samstag empfehle ich frühes Erscheinen: Wer rechtzeitig zur Vortragsreihe (mit der Präsenz von Chriso und dem Meulomaten!) erscheint, erhält freien Eintritt für den Rest des Tages! Wer es letztes Jahr bereits in das Stattbad Wedding geschafft hat, weiß so ungefähr, was ihn erwartet!