Das aktuelle KSMPRLTN-Mixtape gibt es nun regenfest und ungekürzt bei WenkeWho!
Wir bedanken uns für’s Mitmachen-dürfen und drehen nochmal ein bisschen lauter…

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2011-04-26

 

 

Berlin?“

Vonwegen…“

 

Chronotope. Orte, an denen die Zeit anders läuft als gewöhnlich. Heterotopien. Räume, die nach anderen Regeln funktionieren. Mit der notwendigen Möglichkeit von Reflexion der bestehenden Norm. Utopien. Unmöglichkeiten.

 

“Ohne scheiß?”

“In echt.”

„Warste schon auf’m Tempelhof?“

Stanni.“

Is’ geil, nä?“

Ja, voll“

Sie sagen nichts, schauen sich um.

Der Tempelhof…“

Der Tempelhof.“

 

Orte, an denen man den Horizont sehen kann. Davon gibt es nicht viele in Berlin. Vielleicht eine Hand voll. Dazu durch brusthohes, wildes Gras streifen. Einmalig. Wenn die Lenkdrachen ihre Formationen fliegen, wenn Wolkenburgen ziehen, über dem grenzenlos scheinenden Hof des Flughafengebäudes, die Sonne schon tief steht, allein sich zeigt, alles sich zeigt, in einem milden, dämmernden Licht, wie es nur selten ist, dann stimmen Dinge, die sonst stumm bleiben.

 

Abends is schön.“

oh ja. Sehr schön.“

Lenkdrachen synchron.“

oh ja.“

 

Monate nach Stillegung des Flugbetriebs. Neue Perspektiven. Ein Stadtmensch, der die gewaltige Breite einer Regenfront zu sehen bekommt. Meistens regnet es in die Gassen des verwinkelten Labyrinths, das wir Stadt nennen. Aber einen Blitz sehen. Wetterleuchten. Irgendwas Sphärisches.

 

Das mal was anderes.”

“Alta.“

Richtig.”

 

Da wünscht man sich ein Haus. Oder einen Baum. Einen großen Baum, oder eine ganze Baumgruppe. Vielleicht einen Blitzableiter. Am besten doch ein Haus. Davor ein paar Bäume und einen Blitzableiter. Eine Kathedrale wäre gut. Unchristlich von mir aus. Ein Tempel macht Sinn. Allein aus dem Grund, um dem Tempelhof seinen Tempel zu bauen. Wort halten. Auch eine wichtige Sache. Allgemein im Leben und vor allem bei Berlinern.

 

Kommt da eigentlich noch was rauf?“

Ja.“

Was denn?“

Ein Tempel.“

Echt?“

Echt.“

Und wie sieht der aus?“

Is’ ‘nen kleiner Tempel.“

Phallus wäre auch schön.“

Ja, schön wär’ das.“

Ham wa noch nich in Berlin.“

“Nee.”

Ein Obelisk.“

Die Nofretete in groß.“

Nee. Die in echt.“

Im Tempel.“

Genau.“

Ein Nofretetetempel also.“

Ja, warum nich’.“

Ja, warum nich’.“

Oder halt doch einen riesigen Phallus.“

Ja. Ginge sicherlich auch.“

Ja.“

 

Die Startbahn senkt sich ab hier. Sie stehen einen Moment auf dem großen X. Schauen sich um. Das Radar steht still und weiß in der Landschaft. Das durchsichtige Rauschen der Autobahn. Im Süden zeichnet ein Kraftwerk seine Spuren auf hellblau. Als sie bemerkt, dass sie ihn anguckt, lacht sie. Bis zum Ende der Startbahnen sind es noch 3,5 Kilometer Zeit für Ideen.

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2011-04-22

Mit einiger Verspätung aber angesichts der Tatsache, dass ja heute schon einige von uns auf dem Flughafen angrillen, weise ich auf die neuen Entwürfe zur Zukunft des Parks hin. Gewonnen hat das Landschaftsbüro Gross.Max mit ihrer Idee eines 60 Meter hohen Kletterturms in der Mitte. Hat es nicht eine ähnliche Idee eines großen Berges schon einmal vor einem Jahr gegeben? Abgesehen davon, dass ich hoffe, nicht in Zukunft am Morgen im Schatten eines Berges zu versinken, an sich kein schlechter Plan. Viel mehr als dieses Aushängeschild des zukünftigen Parks konnte man aber bisher noch nicht erfahren. Wie so oft bei Ausschreibungen waren die Voraussetzungen sehr klar – wenig Bebauung und Erhaltung der Parklandschaft – und die finanziellen Mittel sehr gering. Daher wird weiter versucht, (auf welche Art und Weise auch immer) durch eine gezielte Herausstellung der Besonderheit des Parks für Berlin – siehe Titel oben, Künstler aus aller Welt heranziehen, Festivals veranstalten – sowie von Aussagen wie “Berlin die Stadt der Kreativen” private Geldgeber für den Park zu finden. Der Gewinner der Ausschreibung Eelco Hooftman umschmeichelt so auch gleich Politik, Wirtschaft (und auch Berliner?) für seine Idee.

Immerhin soll die Offenheit des Parks bewahrt werden, die natürliche Vielfalt erweitert und – für viele am wichtigsten – der Park nicht bebaut werden. In einer größtmöglichen Beteiligung der Berliner (wie auch immer?) werden lediglich kleinteilige und vielfältige Pioniernutzungen angestrebt.

Am 2. Mai findet in Tempelhof einen Bürgerinformationsabend zum Wettbewerbsergebnis statt und am 11. Mai 2011 eröffnet Senatsbaudirektorin Regula Lüscher, in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Am Köllnischen Park 3, eine Ausstellung der sechs Entwürfe.

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2011-04-21

“Interessant, dass der Mensch nach Freiheit strebt, bei zu viel Auswahl ihm aber die Struktur fehlt.”

(Meuel 2011, findet während seiner Semesteranfangsplanung Weisheiten für das Leben)

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2011-04-13

“Es gibt einen Nachtzug Berlin-Paris. 14 Stunden mit Verspätung, weit davon entfernt dem Komfort eines zweistündigen Flugs Konkurrenz zu machen. Und teurer. Aber es ist ein Zug. Am Boden. Und nicht in 12.000 Meter Altitude, irgendwo zwischen Troposphäre und Weltall. Auf Schienen. Ratternde Stahlräder und hakende Schiebefenster, rauchige Toiletten und blaue Gardinen vor Abteilen mit sechs Sitzplätzen. Waggons, die sich aneinander reihen, wie Flure mit einem definitiven Ende: dem letzten Waggon. Der letzte Waggon ist das Ende der Welt. Für 14 Stunden. Abteile wie Zimmer, in denen Fahrtgäste sich lang machen, Karten spielen, ein Bier trinken, lesen, kiffen, konversieren, begleitet vom monotonen Hüpfen der Stahlräder, vorbei an gelb beleuchteten Industrieanlagen, stählernen Fördertürmen und rotgestrichenen Kränen, irgendwo zwischen Paris und Berlin.”

***

Ich hab’ da auch so meine Erfahrungen und ich kann nur zustimmen. Nachtzug ist killa! Ohne scheiß. Das Tickt Berlin-Paris gibt es ab 29€ und ich würde das Doppelte bezahlen, ach was, das Dreifache um Nachtzug zu fahren. Abfahrt 19.58 Berlin Hbf, Ankunft 9.23 Paris Est, täglich.

Wen ich schon alles getroffen habe… einen südamerikanischen Rugbyprofi auf Europareise, eine mexikanische Tangotänzerin, die nebenbei Mathematikprofessorin war, eine Regisseurin, die gerade ihren ersten Film auf der Berlinale präsentiert hat, einen Drogenbaron aus Amsterdam, mit Brillen so dick wie der doppelte Spiegel auf’m Klo!! Man, ick sag’ es doch: Nachtzug is’ killa! Ich für meine Wenigkeit habe so drei vier Geschichten in Petto, was ich so mache im Leben: Neurowissenschaftler, Pfandflaschensammler, Maler, Bäcker und falls die Frauen wirklich hübsch sind: Chocolatier. Werde ich entlarvt, von irgendeinem wahrheitsverliebten Spielverderber: “ey, war voll cool Dich kenngelernt zu haben! Ich muss raus. Tschüüüüs…” und hop ins nächste Abteil. Nächste Runde Wer bin ich.

Nachtzüge fahren durch traumähnliche Sphären. Je länger desto besser. Grenzenloses Europa.

Ein Ami, der morgens schon Jack trank, dem einfach keine Geschichte einfiel, egal wieviel ich ihn volllaberte, meinte morgens gegen 8.30, 50min vor Ankunft Paris-Est, ich war gerade bei Hintergründen der Weltmacht: man, you europeans are so crazy, man, you europeans are so crazy… ab und an schreibt er mir immer noch eine Nachricht: man, you europeans are so crazy.

 

Mehr Infos unter:

benjaminradke.de/nachtzug/


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2011-04-05

Erik Truffaz tritt am Samstag, 02.04.2011, im Kesselhaus der Kulturbrauerei auf. Seine Trompete is’ seit ‘nem guten Jahrzehnt ‘ne große Nummer in der internationalen Jazzszene und die 14€ höchstwahrscheinlich wert, wenn nicht gerade ein Beinbruch passiert, oder die Schwabenfraktion darauf besteht ein Haus auf die Bühne zu bauen. Natürlich muss man sich als wohlwollender Prolet gegen die HighSocietyNymphen wappnen, aber das machen wir schon. Hose in die Socken und Sternburg geschmuggelt, dazu ein nicer HipHop-Beat hinter netten Instrumenten. Groove und Od. Hoffenlich schaut Sophie Hunger vorbei! Wer weiß, wer noch alles mitspielt…

Und: Tiken Jah Fakoly spielt am Freitag, 01.04.2011, am gleichen Ort. Vielleicht der politischste Musiker Afrikas, der auf internationalen Bühnen unterwegs ist… zwei große Nummern!

Mehr Infos unter:
www.kesselhaus-berlin.de
www.eriktruffaz.com
www.tikenjahfakoly.artiste.universalmusic.fr/www

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Leonie Herzog lebt und arbeitet in Hamburg und Barcelona als freiberufliche Illustratorin und Grafik-Designerin.
Mit viel Liebe zum Detail bekommt jede einzelne Illustration ihren individuellen Strich.
Für Kosmoproleten hat sie uns exklusiv am Strand von Barcelona diese Illustration gezaubert.

Vielen Dank, wir freuen uns!

Mehr unter leonieherzog.com

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gefunden von meiner Schwester

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von
2011-01-14

Schwedenparty @ “My Name Is Barbarella

Kaum war er da, war er auch schon wieder weg.

Unmittelbar nach der Eröffnung musste der Club My Name is Barbarella in der Skalitzer Straße schon wieder seine Türen schließen. Gerüchten zufolge sollen aber Anfang kommenden Jahres erneut Partys stattfinden! Als kleinen Vorgeschmack, steigt bereits am 30.12.2010 die Warm-Up-Schwedenparty …

SCHWEDENPARTY PRE-NEW YEARS SPECIAL!!!
IAN POOLEY (pooledmusic)
SPENCER PARKER (OVUM) and
DJ NIBC (trunkfunk, stuffa, Swe).

30. Dezember 2010 – ab 23:00

My Name Is Barbarella
Skalitzerstraße 36
10999 Berlin

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Seit Anfang Dezember hat der Duden – Wörterbuch für Szenesprache Kosmoprolet offiziell in sein Wörtebuch aufgenommen:

Kos | mo | pro | let, der; -en, -en [zusamm. aus →Proletarier und russ. kosmopolit = →Weltbürger]

Bedeutung:
Zusammengesetzt aus “Kosmopolit” und “Prolet” werden so Menschen bezeichnet, die ständig und global auf Reisen sind, im Unterschied zum klassischen “Jet-Set” aber nicht einer elitären Gruppe sondern dem Proletariat angehören.

Passenderweise verlinkt die Duden-Redaktion auch auf unsere Seite!

Herrlich!

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