Auf seinem Blog Notes of Berlin sammelt Joab Nist Notizen aus dem Berliner Straßenraum. Ob witzige Wohnungsgesuche, skurrile Beschwerdezettel oder Aushänge mit Ironie und Wortwitz; Joab veröffentlicht all diese Zettel, Plakate, Aufkleber und Aushänge, die Berliner in den Straßen hinterlassen. Er will dadurch den Charakter der Stadt einfangen und zeigen, wie die Menschen in Berlin ticken.
Schöne Sache das!
Die Note von Dienstag stammt von unserem Haus- und Hinterhoffotografen Pipo:
Wenn auch euch die ein oder andere skurrile Notiz begegnet: Joab freut sich immer über entsprechende Fotos, die Ihr ihm an notes@notesofberlin.com schicken könnt.
Eine Ode an den derbsten aller MCs. Den lautesten, authentischsten und eingleisigsten. Der direkteste Sound, der in den neunzigern auf unsere Ohren gestoßen ist. Er hat uns den Techno-Sound beigebracht und ist sich immer treu geblieben:
H.P. BAXXTER
aka Hans Peter Geerdes feierte mit seiner legendären Scooter-Crew, auch dabei Henrik Stedler aka Rick J. Jordan (BIG UP für den Porno-Character-Namen!), 25-jähriges Bestehen. 20000 Menschen waren in Hamburg beim “Stadium Techno Inferno” dabei, als die beiden ihren straighten Hauruff-Shout-it-out-Sound zelebrierten. Die SZ nennt ihn den Techno-MC ohne Aussage oder auch Lady Gaga ohne Meta-Ebene. Sogar Jan Delay konnte anscheinend nicht NEIN sagen, als ihn H.P. zum grölen bat.
Ganz im Sinne der erfolgreichsten und nicht klein zu kriegenden deutschen Techno-Crew zitiere ich Mike Lehmann und sage: WEITA WEITA!!!
T-Home News: wir bauen den Tempelhof zum grössten Schachbrett der Welt um und bewegen die Türme und Pferde per E-Motion. Dann machen wir alles per Wasserstofffusion platt und warten auf die revanche zwischen Elohim und Elias. Bis sich das alles zehnmal realisiert hat, können wir noch eine Weile den Platz frei halten, weiterhin IMMENS abchilln und den Tempelhof -ganzeinfach- das sein lassen was er ist: ein Tempelhof, keine Sisyphosbühne.
heißt übersetzt Gesichtbuchpunktkomm. Es ist einer der missverstandesten Spiegel im Spiegel im Spiegel im Spiegel. Michael Ende wäre stolz auf Mr. von Zimmermann und Bob Dylan, freut sich über einen seiner Söhne. Freedom is a chime, beauty is its voice. I like! Dass man trotzdem ab und an den Konsum beherrschen muss, verstehen eben nur die Armen und die Reichen powdern weiter die Tiefschnee hänge, bis die Lords of the boards dem auch ein Ende machen. Finale am andere Ende der Welt oder doch warten auf Godot? Ach geht doch alle nach haus! Wir haben keinen Bock mehr… lieber unendlich lange Laptoplüfter surren hören, als eine Taube im Park beobachten, lieber mit dem Trackpad schmusen als mit der Ratte oder Maus oder Katze oder Beten oder Schlafen?Der ewige Gärtner ist ein guter Film: im KINO.
Zur Not werde ich Eremit, irgendwo in der Nähe des Gotthardpasses. Wo die Züge durch die Tunnel mullern und die Adler mit den Geiern, das Lied des Todes pfeifen, damit die Bären wierderkommen und nachts Wölfe jaulen, dem Mond entgegen. Ich als Mogli und Balu und Baghira meine besten Bros, bis Shirkan das Feuer bringt, aber das geht auch schon klar: den mach ich platt!
order: delete
werdet endlich erwachsen.dotdotcom but do not search by google but choose Ecosia, do not face a book but libraries, do not let the system get ya, but live it up yourself and stand up for ya rights. if dogs run free, why don’t we?
Bob Dylan Marley had the masterplan… so listen! and think be cool.
Eine traurige Nachricht ereilte uns an diesem schönen Sommermorgen: Der Jutebeutel, der von männlich und weiblich gleichermaßen gerne getragene und allseits beliebte Handtaschen-Ersatz, Transportmittel für Grillgut und Bier, Uni- oder Schulunterlagen, der kleine Bruder des Mottoshirts der Endneunziger,wird nach circa siebenjährigen Dasein als Trendobjekt nun endgültig in der Versenkung verschwinden.
Grund ist der in den letzten Tagen extrem gestiegene Baumwollpreis, sodass man die guten Teile weder bei Kaisers für 2 € bekommt, noch die hingebungs- und/oder humorvoll bedruckten Träger für Botschaften, Statements oder Werbung für Mode- und Plattenlabel für 10-20 €. Käufer müssen sich auf einen doppelten bis dreifachen Kaufpreis vorbereiten.
Im Zuge dessen sind Jutebeutelträger in letzter Zeit leider häufig von einer neu gegründeten, Öko-aktivistischen Gruppierung „Cottonconservation e.V.“ überfallen und ihres Stoffbeutelchens entledigt worden. Ein Sprecher des Cottonconservation e.V. teilte vor einigen Stunden mit, sie benötigen die Beutel um die kostbar gewordene Baumwolle an Recycling-Firmen zu versenden.
Tschüss Jutebeutel… war ne schöne lange Zeit mit dir.
Andhim, Berlins schönstes DJ-Team hat kürzlich mit ihrer neuen Platte “Allefee” den Soundtrack für die heißen Sommertage des Jahres geliefert. Bei ihrem Open Air-Debut beweisen die Herren nun eindrucksvoll, dass sie auch außerhalb des Studios die Party rocken…
Das aktuelle KSMPRLTN-Mixtape gibt es nun regenfest und ungekürzt bei WenkeWho!
Wir bedanken uns für’s Mitmachen-dürfen und drehen nochmal ein bisschen lauter…
„Das Absurde, mit Geschmack dargestellt, erregt Widerwillen und Bewunderung.“ J.W.v.G.: Maximen und Reflexionen
Cyprien Gaillard ist der größte Künstler aller Zeiten!
Wer in einem monumental erleuchteten Ausstellungsraum eine 7 Meter hohe, 7 Meter breite und 7 Meter lange Pyramide aus EFES-Pilsner-Pappkartons mit 72.000 Flaschen Inhalt errichtet, das ganze vom Haupstadtkulturfonds sponsoren lässt und die Nummer zum erodierenden Verzehr freigibt, ist der größte Künstler der letzten 50 Jahre. Ohne jeden Zweifel. Jugend- und Kindheitsträume sind an diesem Abend in den KunstWerkenBerlin wahr geworden. Ich habe Menschen allen Alters ehrfürchtig auf die Knie sinken sehen, mit Tränen in den Augen: ein Abend, eine Pyramide, 72.000 Flaschen Freibier. Ein Traum. Und das ganze hatte auch noch Bedeutung! Wie die Affen haben wir uns auf der Pyramide getummelt und abwechselnd einen EFES-Pharao bestimmt. Unglaublich.
Dieser Abend, an dem ich Zeuge des größten Kunstwerks der Berliner Szene wurde, dieser Abend, den ich mir am nächsten Morgen aus Schilderungen rekonstruierte, weil ich es nicht glauben konnte, und auch zu voll war, wird mein Leben lang Stoff für Erzählung sein. Die EFES-Pyramide wird Bestandteil der stillen Lagerfeuermomente und beispielhafte Geschichte für die visionäre Absurdität der Kunstszene meiner betrunkenen Jugend werden. Von Cyprien Gaillard in den KunstWerkenBerlin werde ich noch meinen Enkeln, Ur- und Ururenkeln erzählen, mit nostalgischen Tränen in den Augen.
Merci Cyprien, aux grands hommes la patrie est reconnaissante. Ein Totenbett im Panthéon für Cyprien Gaillard.
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