Nachdem die erste eigens für KSMPRLTN gezauberte Illustration mittlerweile auf Jutebeuteln durch Hamburg getragen wird, gehen wir nun in die zweite Runde.

Diesmal beglückt uns die Berliner Illustratorin und Fotografin Frida Goebbels mit einer ihrer phantasievollen Illustrationen zu unseren Blog. Die studierte Architektin und leidenschaftliche Bastlerin hat sich kürzlich mit ihrem ersten kleinen Projekt selbstständig gemacht und ich bin mir sicher, dass wir in Zukunft noch einiges von ihr zu sehen bekommen.

Mehr von Frida gibt es hier und hier

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©Petra Klebe

Samstag Nacht auf dem Weg von Neukölln zur Warschauer Straße. Am Kotti tobt wie immer das Leben. Eine kleine Gruppe von jugendlichen Neo-Ravern mit Bollerwagen und Soundsystem, pilgert zur U8 hinunter. Sie sehen unbeschwert und glücklich aus. Der pure Hedonismus. Eine Aneignung der Stadt ohne politische Botschaft. Berlin als Spielplatz.

Auf dem Weg zur U12 stoßen wir auf die nächste Feiermeute. Zu unserer Überraschung gibt es hier keine elektronische Musik zu hören. Nur ein Mann mit Gitarre. Er singt „I wanna be with you“ und seine zahlreichen Fans stimmen laut und mit Inbrunst mit ein. Ihre Gesichter sind gedankenverloren, geradezu verträumt. Die Hand in den Haaren geben sie sich ganz der Musik und dem Moment hin. Ein Typ in Bench Klamotten trägt, wie passend für diesen Abend, ein T-Shirt mit der Aufschrift „Music was my first Love“.

Oben am Bahnsteig zwängen wir uns mit weiteren Feierwütigen in die U-Bahn. Auf der einen Seite die spanischen Touristen, laut und unverständlich grölend. Auf der anderen Seite entnervte Deutsche, die wahlweise „Nur nach Hause“ oder „FC Bayern“ dagegen ansingen. Das ganze möglichst laut, um die anderen auch zu überstimmen. Die U-Bahnfahrt gleicht einem musikalischen Kriegsschauplatz, der einen wahrlich anstrengt.

Angekommen an der Warschauer Straße müssen wir erstmal verschnaufen und verarbeiten. Wir brüllen am U-Bahnhof einfach auch mal laut los, merken aber sogleich, dass es keinen interessiert und wahrscheinlich auch keiner merkt.

Wir stellen fest, dass wir „unser“ Berlin nicht mehr wiedererkennen. Während eine nächtliche U-Bahnfahrt durch Kreuzberg früher einfach nur eine unterhaltsame Freak-Show war, ist sie jetzt zum gesichtslosen Ballermann mutiert. Ist das jetzt unser fortgeschritteneres Alter („Müssen die immer so laut sein?“) oder einfach nur Kulturpessimismus („Früher war eh alles besser!“)?

Weder noch! Ohne es jetzt deuten zu wollen, Berlin wandelt sich so schnell, dass man als Bewohner kaum hinterher kommt. Ein großer Teil der zahlreichen Berlin-Touristen scheint die Stadt als Ort der Freiheit und der unbegrenzten Möglichkeiten zu sehen. Genauso die Unmengen von Künstlern, Kreativen, Alternativen, Verrückten und Revoluzzern aus der ganzen Welt. Berliner wie Nicht-Berliner schätzen diese besondere Mischung, die die Stadt kennzeichnet. Berlin als ewig junge Stadt und als Inkarnation von Freiheit.
Wenn Freiheit aber als Möglichkeit verstanden wird, sich gleichgültig und uninteressiert zu zeigen, wandelt sich Berlin irgendwann zu einer austauschbaren Partymeile. Was man dagegen tun kann, sei jedem selber überlassen. Die Politik könnte ja vielleicht mal ein Hostel weniger in Xberg zulassen. Und jeder selbst kann sich ja mal Gedanken darüber machen, was ihm/ihr Berlin bedeutet und in welcher Stadt er/sie leben möchte. Damit wäre schon viel getan.

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2011-08-09

Die Jägermeister Wirtshaustour ist wieder unterwegs. Nächster Halt ist allerdings nicht Berlin, sondern die Hansestadt an der Elbe. Wer am 25.08. zufällig in Hamburg ist, kann uns gerne eine Nachricht schreiben und wir bringen zwei von euch für umme rein!

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Das Bild stammt aus Hamburg von einer uns unbekannten Dame. Ihr gefiel die KSMPRLTN Illustration von Designerin Leonie Herzog offenbar so gut, dass sie das bunte Bild unterwegs nicht missen möchte.

Wir freuen uns über den Zuspruch und bedanken uns für die Fotos!

Crew love is true love!

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Ihr kennt sie sicherlich alle: die mit wenigen Strichen und nur in schwarz, weiß und manchmal auch rot gezeichneten Männchen an Berlins Fassaden und Gemäuer. Meistens grinsend, oft zu zweit und mit einer Message an die Betrachter. Der Street-Art Künstler Mein lieber Prost eröffnet am 4. August eröffnet seine Einzelausstellungin in der West Berlin Gallery . “The Street Never Ends, The Art Never Dies” ist der Titel der Ausstellung. Seine Selbstportraits die er als Kind an Häuserwände malte, haben ihn wohl auf seinen Weg zum Street Artist geleitet und ihn auf die Idee zu dem von ihm gezeichneten Charkter, den “Prostie” gebracht. “Moreover, the capital’s advertisings got to know street art’s consequences too. No more misleading, abusive, sexist advertising left unpunished in Berlin. Even though public space is where this artist’s work has the greatest strength and subvertising the activity with the biggest social impact, Prost has been able to adapt perfectly his work to gallery walls. Even indoors, he managed to keep making parodies of corporates by manipulating brand labels and reminding the generally stressed-out public to smile with his ‘Prostie’ faces.”

 

 

“The Street Never Ends, The Art Never Dies”
West Berlin Gallery
Brunnenstraße 56
Galerie Eröffnung: 4. August ab 18 Uhr
https://www.facebook.com/event.php?eid=207057939342648

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Achterbahn

Wer mit Achterbahnen durch die Welt ziehen kann, kann alles.“ (Norbert Witte)

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Bereits 2009 im Kino habe ich mir gestern Abend endlich die Doku “Achterbahn” über den Niedergang des einstiegen Schaustellers und Spreepark-Besitzers Norbert Witte angeschaut.

Man kann diese Geschichte kaum glaube, wäre sie nicht so passiert! Norbert Witte war damals als passionierter Chef des Spreeparks im Plänterwald sehr erfolgreich und millionenschwer. Dann ging es bergab. Die Schulden türmten sich und Witte floh.
Im Januar 2002 ließ er sechs Fahrgeschäfte in Container laden, verschiffte sie nach Peru und stieg mit seiner Familie ins Flugzeug. Jedoch verhinderten Korruption, das Klima und die hohen Kosten der Instandhaltung, dass Witte in Peru erneut Fuß fassen konnte.
Bis auf den Vater und seinen ältesten Sohn reiste die Familie wieder zurück nach Deutschland, und der Unternehmer, inzwischen schwer herzkrank, verstrickte sich in Drogengeschäfte um seine Schulden zu begleichen. Beim Versuch, 167 Kilo Kokain zu schmuggeln, wurden er und sein Sohn festgenommen.
Seitdem sitzt der Junge in Lima im Gefängnis – und die Familie geht daran zugrunde.

Der großartige Dokumentarfilm von Peter Dörfler in 12 Einzelfolgen auf Youtube!

Sehr sehenswert!

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Unser liebster Jeanshersteller Levi’s arbeitete für seine neueste Kampagne mit dem portugiesischen Street Art Künstler Alexandre Farto aka Vhils zusammen. Gemeinsam haben sie eine Reihe markanter Portraits von Berliner “Pionieren” an verschiedene Häuserwände in der Innenstadt “gesprengt”.

Vhils hat die Motive hierfür erst an die Wände gezeichnet und anschließend auf den offenen Flächen Sprengstoff angebracht. Das ganze schön verputzt und anschließend die Ladungen in die Luft gesprengt.

Bäm!

Abgebildet sind vier Berliner Pioniere in ihrem Gebiet: Fadi Saad, Streetworker palästinensischer Herkunft, die Künstler Various & Gould, Sven Marquardt, Fotograf und Türsteher des Berghain und Joe Hatchiban, Vorreiter der berliner Karaoke-Revolution.

Ziel der Kampagne “Go Forth” ist es, den Pioniergeist bei den Jugendlichen zu wecken und Optimismus zu fördern, getreu dem Motto “Now is our time”!

Revalerstrasse 99 in Berlin Friedrichshain – Fadi Saad

An der Schillingsbruecke, Nähe Ostbahnhof – Various&Gould

Chausseestr. 36 , Berlin Mitte – Joe Hatchiban

Postdamer Str. 151, Berlin Schoeneberg – Sven Marquardt

Making Of:

via artschoolvets

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Angegliedert an die Magazin-Launch von “Avantgarde Diaries” (ein Interview-Magazin über unterschiedliche kreativ arbeitende Personen, die sich mit dem Aspekt der Avantgarde beschäftigen ) ist das dreitägige Transmission1- Festival in Berlin, welches von dem Modedesigner Raf Simons kuratiert wird. Das Event wird in Kooperation mit Mercedes Benz ausgerichtet. Vom 15. bis 17. Juli ist die internationale Avantgarde also zu Gast im BCC am Berliner Alexanderplatz.Viele spannende Events wie die Science Fiction Night (mit „Blade Runner“ und „Alien“ ) am Freitag sowie das Konzert der „These New Puritains“ und weitere interessante Veranstaltungen sind im Rahmen von Transmission1 zu erleben. Das ganze Programm gibt es hier: The Avantgarde Diaries.

Zu  einigen Veranstaltungen werden nur geladene Gäste gebeten, für alle anderen gibt es  nur heute (14. Juli) für folgende Events kostenlose Tickets:

-Grand Opening, 15. Juli, 20 Uhr: These New Puritans & DJ Hell

-Concert Night, 16. Juli, 20 Uhr: Goose and Surprise Act

-The Michael Clark Company, 17. Juli, 20 Uhr

Zu bekommen sind die Karten im temporären Ticketshop am BCC zwischen 18 und 22 Uhr. Die Tickets sind limitiert, jeder bekommt maximal 2 Tickets. Zu kaufen gibt es die Tickets nicht.

Avant/Garde Diaries und Transmission1-Festival
15. bis 17. Juli 2011
BCC, Alexanderstraße 10, 10178 Berlin

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Berlin ist die Summe von dreieinhalb Millionen Menschen: Sanft, hart, kompromisslos, normal, piefig, schräg, schillernd, ausgeflippt. (Quelle: taz.de)

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In der neuen Foto-Video-Serie “berlinfolgen” erzählen Menschen, die in Berlin leben ihre ganz persönliche Geschichte. Sie berichten von ihren Leidenschaften, darüber was sie berührt und beschäftigt. Es sind die Art von Stadtbewohnern, die nicht im Rampenlicht stehen und trotzdem ungewöhnliche Dinge tun und besondere Geschichten zu erzählen haben. Menschen, die dabei unterschiedlicher nicht sein können. Vom gewissenhaften Taxipfarrer bis zum Knopfhändler aus Kreuzberg tragen sie alle dazu bei, dass Berlin das ist was es ist!

Seit dem 9. April 2011 wird wöchentlich ein anderer Berliner oder eine andere Berlinerin auf vimeo.com/berlinfolgen vorgestellt. Geplant sind insgesamt 52 Folgen über ein Jahr hinweg. Vorbild für diese Serie war das Projekt One in 8 Million der New York Times.


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2011-07-12

Kommenden Sonntag zieht das Kreuzberger Watergate ins Freiluft Exil in der Rummelsburger Bucht. In seiner zehnjährigen Clubgeschchte ist es das erste Mal oben ohne und fern vom städtischen Trubel. Mit dabei eine feine Auslese an Künstlern, wie Ricardo Villolobs, Kiki und Dixon. Eintritt isn Zehner…

Bäm!

Lineup:
12.00 – 13.30 Zander VT
13.30 – 17.30 Ricardo Villalobos & Zip
17.30 – 19.00 Marco Resmann
19.00 – 20.00 Kiki LIVE
20.00 – 22.00 Dixon

Mehr Infos hier und hier

Sonntag, 10. Juli 2011 – 12:00 – 22:00

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